Definition eBook Reader

Bevor wir uns mit den ominösen „Ebook Readern“ beschäftigen müssen wir erst mal klären, mit was wir es hier zu tun haben. Ich möchte nicht klingen wie euer Philosophie-Professor, aber ganz grob handelt es sich um:

Eigenständige EBook Reader-Geräte

Bebook ReaderKlassisch werden mit EBook Reader Geräte bezeichnet, die hauptsächlich dem mobilen Lesen von Büchern und Texten dienen. Auch Magazine und Zeitungen kann man bereits auf diesem Wege konsumieren. Besonderheit dabei: es kommen spezielle eInk-Displays zum Einsatz. Diese simulieren die optischen Eigenschaften von Papier auf elektronischem Wege. Sie kommen ohne aktive Hintergrundbeleuchtung aus (im Gegensatz beispielsweise zum PC-Monitor, TFT-Bildschirm, Fernsehern) und strengen deshalb die Augen deutlich weniger beim Betrachten an. Weiterer Vorteil der Technik: Strom wird nur zum Umblättern der Seiten benötigt, sobald das Schriftbild hergestellt ist, brauchen manche Geräte keinerlei Energie mehr, bis erneut umgeblättert wird. Man kann den EReader theoretisch Monate in’s Regal stellen, beim Betrachten erscheint das Bild wieder so, wie man es hinterlassen hat. Durch diese Technik braucht der Akku weniger Strom, manche Reader können (theoretisch) bis zu 10.000mal umblättern, bevor Sie wieder aufgeladen werden müssen.
Die Inhalte werden mittels USB-Kabel oder über Speicherkarten mit Inhalten auf das Gerät transferiert. Einige teure Exemplare beherrschen auch WLAN. im Herbst 2009 kommt mit dem txtr-EBook Reader das erste Gerät in Deutschland auf den Markt, welches auch mittels Mobilfunk Inhalte auf die Geräte laden kann.
Als kleine Schmankerl enthalten die meisten EBook Reader der unteren Preisklasse auch einen eingebauten MP3-Player (braucht viel Akkuleistung!) und die Anzeige von Bildern. Die Highend-Geräte von iRex wiederum warten mitTouchscreens auf, die eine einfachere Bedienung und sogar handschriftliche Notizen ermöglichen.

Vorteile
– Augenschonende, sehr kontrastreiche Lesefläche
– Text bei den meisten Modellen vergrößerbar (praktisch bei Sehschwächen)
– Hunderte Bücher passen auf einen Reader, mittels Speicherkarten ganze Bibliotheken
– Handliches Format, oft kleiner als ein Taschenbuch
– Akku reicht für mehrere Tage oder sogar Wochen, das Aufladen dauert nur wenige Stunden

Nachteile
– derzeit noch keine Farbbildschirme erhältlich
– teure Endpreise von 250 – 700 € (teuer in der Herstellung, da noch kein Massenprodukt)
– mehrere Ebok Formate etabliert, nicht jeder EReader beherrscht alle Formate

 

Smartphones

E71 SmartphoneWer im Besitze eines neuen Mobiltelefons ist, kann möglicherweise auch auf diesem unterwegs EBooks und andere Texte lesen. Theoretisch möglich ist dies schon seit Jahren, aber erst die neuen, größeren Displays mit hoher Auflösung machen vernünftiges Lesen möglich. Schlüsselfaktor ist hier die Displaygröße. Auf einem IPhon, Samsung Omnia und vergleichbaren Handies geht das Lesen recht anständig, auf einem kleinen Display, wie es die meisten „Hochkant“-Handies beistzen (= beim Draufschauen ist das Gerät höher als breiter) wird die Angelegenheit fitzelig und anstrengend.
Damit Smartphones EBooks verarbeiten könne, muss zuerst noch eine Software installiert werden. Diese ist meist kostenlos erhältlich.
Praktisch ist es natürlich, auch mit einem Gerät, dass man in der Regel sowieso dabei hat, auch spontan in der U-Bahn oder im Wartezimmer lesen zu können. Für längere Lektüre wären sämtliche mir bekannten Smartphone-Displays allerdings zu klein.

Vorteile
– kein Zusatzgerät nötig, eines für alles
– Software ist für die meisten Smartphones und eBook-Formate inzwischen erhältlich

Nachteile
– kleiner Bildschirm macht häufiges Blättern nötig
– Inhalte mit Grafiken oder Illustrationen sehr schlecht lesbar
– Der Lesegebrauch zehrt stark an der Akkuleistung.

 

Media Tablets

Auch eine neue Geräteklasse taucht am Horizont auf: Media Tablets sind praktisch ein flacher Bildschirm mit der Hardware eines gewöhnlichen PC’s, der im Inneren werkelt. Auch die Displaytechnologie ist hier an normale Computer angelehnt. Das heisst: LCDs oder bald auch neuartige OLEDs mit Hintergrundbeleuchtung. Leider bringendiese Displays nicht den hervorragenden Kontrast der eBook Reader mit sich und auch das Lesen ist durch die aktive Displaybeleuchtung ermüdend. LEtztere benötigt auch deutlich mehr Energie als das Display von spezialisierten eBook Reader-Geräten, der Akku hält also bei weitem nicht so lange. Vorteil hingegen: es sind auch Farben und Animationen auf solchen Displays möglich. Media Tablets eignen sich deshalb nicht nur zum Lesen sondern auch zum Arbeiten, Surfen, Multimedia und Gaming.

 

eBook Reader als Software

Gelegentlich wird auch Software zum Anzeigen elektronischer Bücher als Ebook Reader bezeichnet, beispielsweise die „EReader“-Suite zum Anzeigen von EBooks auf mobilen Endgeräten wie Palm, iPhone oder Windows Mobile-Geräten. In diesem Zusammenhang kommt der Begriff allerdings nicht sehr häufig vor.