Ein Spiel dauert 90 Millionen von Andreas Hock

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Am Sonntag endet die Fußball WM 2018. Die fußballfreie Zeit bis zum Start der Bundesliga muss dann irgendwie überbrückt werden. Man kann sie beispielsweise nutzen, um sich unterhaltsames Hintergrundwissen über ein Fußball-Dauerthema anzulesen: die Kommerzialisierung des Fußballs.

Andreas Hock hat sich in Ein Spiel dauert 90 Millionen des Themas angenommen: „Wie der Kommerz unserem Fußball die Seele raubt“ zeigt er mittels witziger, melancholischer und überraschender Anekdoten statt trockener Fakten.

Ein Spiel dauert 90 Millionen – Inhalt

In der deutschen Bundesliga spielen millionenschwere Mega-Stars. Der Fußball in Deutschland war nie zuvor so schnell, spektakulär und anspruchsvoll. Die Zuschauerzahlen steigen. Die Einnahmen auch. Aber war früher nicht doch irgendwie alles schöner rund um Deutschlands Lieblingssport?

Ein Spiel dauert 90 Millionen (eBook bei Weltbild.de)
Ein Spiel dauert 90 Millionen (eBook bei Weltbild.de)

Früher brauchten Fußballer keine Unterarmtätowierungen, um besonders männlich zu wirken. Früher hielten Spieler ihrem Verein lebenslang die Treue, waren Publikumslieblinge, auch ohne nach einem Tor aufs Klublogo am Trikot zu klopfen. Früher gab es keine Multifunktionsarenen mit schicker veganer Bratwurst im VIP-Bereich. Früher wurden Vertragslaufzeiten noch per Handschlag besiegelt. Und Transfersummen überstiegen früher nicht das Bruttoinlandsprodukt manch kleinerer Staaten.

Andreas Hock erzählt erstaunliche Anekdoten über den „Niedergang des Fußballs“; vom Wunder von Bern bis zum „erkauften“ Aufstieg von RB Leipzig. Er will damit zeigen, dass dieser Sport früher vielleicht behäbig, altmodisch und oft total uncool war, dafür aber eine Seele hatte.

Das kann man natürlich auch anders sehen und kaum jemand wünscht sich wohl den „guten“ alten „Rumpelfußball“ zurück: WM-Spiele in den 1980er-Jahren zum Beispiel waren oft so ereignislos, dass man mit den Highlights keinen 2-Minuten-Bericht füllen konnte. Aber was Hock so alles erzählt, ist überaus unterhaltsam, zumindest bedenkenswert und ideal, um in Diskussionsrunden unter Fans eingebracht zu werden.

Andreas Hock – der Autor

Seit 15 Jahren schreibt Andreas Hock (geboren im WM-Jahr 1974) für diverse Zeitungen und Magazine, heute ist er freier Journalist und Bestsellerautor („Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“, Buch bei Weltbild). Er ist anerkannter Fußballexperte und lebt in Nürnberg – wo mit dem „Club“ einer der deutschen Traditionsvereine grade wieder den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat.

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