| Test Sony Reader PRS 600 Touch Edition |
|
|
Schickes Multitalent lässt sich gerne anfassen Vor einigen Monaten hatten wir schon den PRS 700 auf unserem eReader-Altar auf Herz und Nieren getestet. Nun kommt der mondänere Bruder dran. Obgleich der kleineren Versionsnummer hat der Sony PRS 600 Touch Edition ein sehr nützliches Feature hinzu bekommen: handschriftliche Notizen können einfach angefertigt werden. Dafür wurde die Hintergrundbeleuchtung geopfert. Schade, denn dieses Merkmal hatte kein anderer eReader auf dem Markt. Der Sony Reader PRS 600 gehört jedoch zu Recht zu den bestverkauften eBook Reader-Geräten auf dem Markt. Im folgenden Test lest ihr, warum das so ist!
Die Touch Edition kommt in der Bedienung an den eReader aus unseren Träumen heran. Einschalten, ein paar Grundeinstellungen und schon landet man im Mainscreen: 7 verschiedene Menüs, einfach per Touchscreen anzuwählen, bringen den Benutzer ohne Umwege zu allen wichtigen Funktionen des Gerätes. Besonders praktisch: lesen Sie ein Buch und schalten Sie den PRS 600 aus, springt er nach dem Einschalten sofort wieder an die letzte Stelle zurück, ohne dass Benutzereingaben nötig sind. Auch die Bedienelemente sind in anständiger Größe vorhanden, so dass ein "danebentippen" selten vorkommt, sogar mit dem Finger. Nur die Sony-Software auf dem PC (die man zum Anlegen von Sammlungen unbedingt benötigt und die deshalb in die Wertung mit einfliesst) ist stückweise etwas undurchsichtig und verhindert eine bessere Note.
Der Sony Touch Edition liegt gut in der Hand und will sich mit knapp 270 g bewußt nicht in der Klasse "Fliegengewicht" profilieren. Das muss er auch nicht, denn die gut ausgesteuerte Schwere steht dem eReader gut und komplementiert konsequent den angenehmen Touch, den das gebürstete Metall mit sich bringt. Ich nehme in gerne in die Hand und fühle die kühle Oberfläche und den leicht rauhen Touch des Materials. Selten konnte ein eReader zuvor auch haptisch so überzeugen. Nur dieser klappernde Stylus im Gehäuse...ach, was soll's...
Nicht schlecht was Sony hier auf die eBook-Fans loslässt. Unser silberner PRS 600 Touch Edition macht einen sehr edlen Eindruck. Das gebürstete Aluminium erstreckt sich über große Teile der sichtbaren Oberfläche und lässt den PRS 600 sehr wertig erscheinen. Die klaren Symbole über den schmalen Tasten wirken schlicht und passend. Auf drei Seiten des PRS 600 kommen leider billige Plastiblenden zum Einsatz, die kratzanfällig sind und den schön uniform gestalteten Eindruck des Sony wieder etwas reduzieren.
Sehr schnell geht der Seitenwechsel von statten, subjektiv würd ich sagen: schneller als bei den meisten Konkurrenten. Die Funktionen im PRS 600 sind gut aufeinander abgestimmt und funktionieren prima. Manchmal muss man den Stylus zweimal bitten eine Aktion auf den Touchscreen zu übertragen und letzterer ist es auch, der den Sony hier eine bessere Bewertung kostet. Wie beim Vorgänger der 700er Reiher mindert die über dem Display liegende Touchscreen-Beschichtung die Lesequalität der Sony Reader Touch Edition merklich. Nicht so dass es eine Katastrophe wäre, aber das Display reflektiert tendenziell mehr bei sehr hellen Lichtverhältnissen und auch das Schriftbild ist nicht mehr ganz so gestochen scharf.
Ein schönes Feature ist das Notizen machen per Stylus oder Finger auf dem integrierten Touchscreen. So schließt der PRS 600 sogar zu den teuren Profi-Geräten von iRex auf. Auch die gängigen Formate sind allesamt implementiert und mit der MP3-Funktion und dem Bildbetrachter sind die Standards enthalten. Mehr aber nicht. Etwas schmerzlich ist das Fehlen der zuschaltbaren Beleuchtung. Sehr nützlich dagegen die Schriftvergrößerung in 5 Stufen.
Der Sony Reader PRS 600 Touch Edition bietet ein solides Preis-/Leistungsverhältnis. Technisch können bis dato nur einige iRex-Geräte zu nochmals deutlich höheren Preisen mithalten und von den Leistungen rangiert der PRS 600 durchgängig in der momentanten Spitzenklasse. Das "momentan" sollte man aber unterstreichen, denn schon in einigen Monaten könnte es erste Farb-eReader geben, die das Verhältnis ungünstig kippen und auch eBook Reader mit Mobilfunkanbindung stehen bereits in den Startlöchern.
Wenn ich all das geschriebene einmal zusammen nehme wäre der Sony PRS 600 zum jetzigen Zeitpunkt mein eReader der Wahl. Er ist schick, handlich und bietet alle wichtigen Funktionen und Dateiformate. Durch die weite Verbreitung in Deutschland gibt es auch breite Unterstützung durch Foren und Sony selbst. Wer einmal Probleme mit einem exotischen eBook Reader hatte, weiß das zu schätzen. Wer nur Bücher lesen möchte und damit zufrieden ist, diese per USB auf das Gerät zu schaufeln, kann zuschlagen ohne einen Fehlkauf zu machen. Wer mit Features wie WLAN, Mobilfunkanbindung oder Farbdisplay liebäugelt sollte noch etwas warten.
Facts
Geeignet für
Sonstiges
Videos |
|||||||||||||||




