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Test iRex DR 800 E-Mail

Lesender HolländerAnsicht des iRex DR 800

Ende 2009 brachte Business-Hersteller iRex überraschend den DR 800 auf den US-Markt und lies wenige Wochen später auch den Europa-Release folgen. Hiesige Kunden müssen auf WLAN verzichten, bekommen aber dennoch ein Gerät mit vielen Vorzügen aber auch einigen Handicaps serviert. Wir haben den iRex DR 800 für euch getestet und sagen euch, für wen sich das Gerät eignet und wer woanders besser aufgehoben ist.


Bedienung

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iRex hat dem DR 800 neben den einfachen Navigationselementen (eine Schaltwippe und ein Menübutton - that's it!) eine grafische und icongestützte Menüführung verpasst und hilft dem User beim schnellen Navigieren durch die Gerätefunktionen. Auch in den tieferen Menüs findet man sich zurecht, die Übersetzungen der Menüs sind verständlich ausgefallen. Die Geschwindigkeit beim Seitenwechsel verdient ebenfalls ein Lob, die gefühlte Wartezeit liegt bei PDFs bei ca. einer halben Sekunde und damit unter den Messwerten vieler anderer eReader. Das begünstigt den Lesefluss ohne auffallende Unterbrechungen. Etwas hakelig ist hingegen gelegentlich die Steuerung über die Schaltwippe und der Stylus spricht oft erst beim zweiten oder dritten Tippen an. Ebenfalls ein grober Schnitzer: der SD-Schacht liegt innerhalb des Akkuschachtes und kann nur per Aufschrauben desselbigen erreicht werden. Wer kommt denn auf sowas!?

 

Handlichkeit

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Hier hat iRex das maximale aus dem Formfaktor herausgeholt und das Verhältnis Bildfläche zu Gesamtformat optimiert. Trotz des üppigen Displays mit 8 Zoll sind die Ränder des Gerätes dünn gehalten, so dass der eReader kompakt bleibt. iRex-typisch wird dem Gewicht keine gesteigerte Beachtung geschenkt, mit seinen 360g gehört er nicht mehr zu den Leichtgewichten und möchte nach einiger Zeit auch einmal in die andere Hand genommen werden. Durch die langgezogene und gut erreichbare Schaltwippe kann der DR 800 sowohl im Hoch- wie auch Querformat einfach bedient werden.

 

Design

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Hier scheiden sich die Geister. Mir persönlich gefällt die oliv-/mausgraue Optik und die fein gekörnte Plastikoberfläche nicht wirklich gut, ich muss aber zugeben dass das schlichte Design mit der innovativen Schaltwippe dem DR 800 etwas besonderes verleiht und das Design wie oben beschrieben auch seine funktionalen Vorteile inne hat. Hier muss jeder selbst entscheiden wie ihm der Look des DR 800 optisch gefällt. Leider ist der Stylus nicht wie beim DR 1000 in das Gerät eingepasst und muss an der mitgelieferten, labbrigen Schutzhülle befestigt werden.

 

Technik

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Das Display des iRex DR 800 gehört zu den besten die derzeit unter eBook Readern verfügbar sind und mit der großzügigen Bildschirmdiagonale lassen sich die meisten Inhalte optimal auf dem DR 800 wiedergeben. Reflexionen sind ihm beinahe völlig unbekannt und auch die Textschärfe ist hervorragend. Hard- und Software sind aufeinander abgestimmt und reagieren auf die Nutzereingaben relativ schnell. Negativ aufgefallen ist mir die gefühlsmäßig kürzere Lebensdauer des Akkus im Gegensatz zu anderen eReadern und gelegentliche Probleme (hängt, reagiert nicht) beim Einschalten. Wenn der DR 800 aber einmal läuft, läuft er.

 

Funktionsumfang

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Funktional ist der DR 800 die Magermilch unter den eBook Readern. WLAN, Mobilfunkanbindung, PDF Zoom und handschriftliche Notizen (sollen mit dem Firmwareupdate April 2010 kommen), Lagesensor, MP3-Funktion und viele weitere nützlich oder nette Extras wurden ausgespart um das Produkt möglichst schnell auf den Markt bringen zu können. Und das obwohl andere eReader teilweise zum halben Preis dieselben Grundfunktionalitäten und sogar einige Extras mitbringen. Eine Spezialität des DR 800 ist übrigens das Format von Barnes & Noble, welches der eReader derzeit als einziger neben dem "Nook" verarbeiten kann - wichtig für jene, die viel englischsprachige Literatur konsumieren.

Preis / Leistung

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Wer den letzten Punkt "Funktionsumfang" gelesen hat stellte sich vielleicht bereits dort die Frage: "und dafür soll ich fast 500 € bezahlen?". Das ist durchaus berechtigt. iRex wird mal wieder seinem Ruf gerecht und ruft Endpreise im Luxussegement auf, die für viele potentielle Kunden einfach zu abgehoben sind. Wenn wenigstens entsprechende Funktionalität in das Gerät gepackt wird verzeihen das noch einige Kunden, aber beim DR 800 hat der Rotstift leider gerade bei der Featuresliste zugeschlagen und dabei das Preisschild ausgelassen.

Gesamturteil

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Kurzum: es gibt für dieses Geld bereits Geräte mit deutlich mehr Funktionen und Leistung. Jedoch nicht mit mehr Bildschirmdiagonale. Für Größen ab 8 Zoll hat iRex derzeit noch das Monopol inne und auch die Displayqualität ist unübertroffen. Wer auf diese beiden Kriterien sehr viel Wert legt, nur lesen ohne viel Schnickschnack möchte und wen der Preis nur untergeordnet interessiert, macht hier nichts falsch. Denn wenn es nur um das bestmögliche Erfüllen seiner Kernaufgaben geht liegt iRex mit seinen Geräten wie immer weit vorne.



Facts

  • Gewicht: 360g
  • Display: 8" mit Touchscreen (nur Stylus)
  • Datenanbindung: USB 2.0
  • Akkulaufzeit: 7.000 Seiten
  • Speicher: 128 MB intern + 2 GB microSD-Karte inklusive
  • Dateiformate: DRM-EPUB, DRM-PDF (reflowable), Barnes & Noble

 

Geeignet für

  • Qualitätsbewusste Leser
  • Preisunsensible Nutzer


Sonstiges

Videos

   

 
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