| Test Bookeen Cybook Opus |
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Kleiner ChameurDer Cybook Opus ist der erste Taschenwinzling unter den eReadern. Mit seinem 5-Zoll-Display, dem flachen Design und federleichten 150g Gewicht empfiehlt sich der Piccolino unter den eBook Readern für das Immer-dabei-haben. Auch der niedrige Preis des Opus macht eReading für ganz neue Zielgruppen wie Studenten und Gelegenheitsleser interessant. Wir haben den Cybook Opus getestet und fassen für euch zusammen, wie sich der eReader im Detail in Szene setzt.
Menüstruktur und Bedienlogik sind eng am Schwestergerät Bokeen Cybook Gen3 angelehnt. Wie dort finde ich die Navigation recht einfach und gelungen (mit wenigen Ausnahmen in den tieferen Menüebenen). Man bekommt gleich zum Start eine Auswahl seiner Bibliothek präsentiert, der eReader merkt sich auch die Position an der man aufgehört hat zu lesen. Was dem Cybook Opus hier allerdings dicke Minuspunkte beschert, ist der Druckpunkt der Tasten. Dieser ist viel zu hart und macht jedes Seitenumblättern zur kleinen Kraftprobe mit dem Opus. Schade, denn ohne dieses Manko wären 4 Punkte drin gewesen. Â
Der Opus ist klein und leicht. Er passt sogar in eine Hemdentasche (zumindest bei XL-Hemden :-). Das Gerät lässt sich angenehm halten und ist durch die geringe Dicke auch mit nur einer Hand in den Grundfunktionen zu steuern. Hier gibt es also nichts zu meckern, nur das Material könnte einen etwas hochwertigeren Touch vertragen. Â
Der Opus folgt der Designrichtlinie vieler neuer Lifestyle-Geräte: weiß, abgerundete Ecken und leicht bauchig mit dünnem Design. So macht der Opus eine gute Figur bei Lifestyle-Anhängern, Studenten und designbewussten Freizeit-eReadern. Erst beim Anfassen fällt auf, dass das Gerät doch nur auf "schnödem Plastik" basiert. Â
Das Display bietet wie alle eInk-Geräte ein hochauflösendes Schriftbild nahezu ohne Reflexionen. Hinter dem Screen arbeitet ein langlebiger Akku und auch die Speicherausstattung ist in Ordnung (1 GB). Mir ist es nicht passiert, aber leider berichten viele andere User von häufigen Systemabstürzen und Bugs, die das Lesevergnügen mindern. Hoffentlich behebt Bookeen dieses Manko mit dem nächsten (bereits angekündigten) Firmwareupdate, dann wären dank des Lagesensors 3 Punkte möglich. Â
Es werden die wichtigsten Formate verarbeitet, namentlich ePUB, PDF, TXT, HTML und - mittels Firmwareupdate - auch Mobi PRC. Und natürlich die gängigen Grafikformate. Der Clou am Gerät ist allerdings der eingebaute Lagesensor: er erkennt automatisch die Ausrichtung des eReaders und passt die Schriftausrichtung automatisch an Hoch- oder Querformat an. Besonders praktisch für Linkshänder, die z.B. gerne mit der anderen Hand blättern möchten oder wenn man für bestimmte Dokumente einen höheren bzw. breiteren Bildschirmausschnitt benötigt. Â
Der Opus hat kurz nach seinem Erscheinen einen neuen Tiefpreispunkt bei eReadern gesetzt. Nun hat der niedliche Leseknecht aber ein Problem: viele neue eBook Reader kommen auf den Markt und die Preissschlacht ist in vollem Gange. Man bekommt also für das Geld (zum Zeit des Tests 249 €) auch schon einige Alternativen. Deutlich mehr können die allerdings zur Zeit auch nicht.
Leicht ist es nicht dem Cybook Opus ein eindeutiges Testurteil zu geben. Wer sich auf seine Intuition verlässt: sind die oben erwähnten Positiv-Punkte wichtig und du scheust dich nicht auch mal ein Firmwareupdate aufzuspielen? Dann schlag zu. Der Opus wird dann kaum mehr eine Enttäuschung werden und seine vielen Fans (er gehört zu den meistverkauften in eReader-Shops) haben noch keine besseren Alternativen zu seinen praktischen Maßen & Gewichten gefunden. Die wird es aber sicher in einigen Monaten geben. Wer also beim eReader das Optimum aus Preis/Leistung herausholen will, wartet noch einige Wochen bis die neuen Geräte aus der 5"-Klasse auf dem Markt sind. Dann lässt es sich besser vergleichen.  Facts
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