ebook reader

Lexikon PDF Drucken E-Mail
  
Montag, 29. Juni 2009 um 17:59 Uhr

DRM

Steht ausgeschrieben für "Digital Rights Management" und bezeichnet eine Art elektronischen Kopierschutz für eBooks. Der bekannteste Vertreter ist hier wohl Adobe's Digital Editions. Hier sorgt eine Software dafür, dass gekaufte eBooks nur auf speziell über Digital Editions freigegebenen Geräten (z.B. PC, Mac, eBook Reader oder lesefähige Mobiltelefone) gelesen werden können. DRM ist normalerweise mit keinen Kosten für den Anwender verbunden, es soll nur unrechtmäßiges Kopieren verhindern. Dies ist jedoch meist mit lästigen Freischalt-Prodzeduren und Restriktionen für den Anwender verbunden weshalb "hartes" DRM wie das genannte Adobe Digital Editions und vergleichbare Systeme sehr umstritten ist.

Eine Alternative stellen "weiche" DRM-Mechanismen dar, die zum Beispiel Kreditkarteninformationen oder der Namen/Adresse des Käufers in das eBook einbinden und somit das unberechtigte Verbreiten verhindern sollen. Solche weichen DRMs bedeuten für den User kaum oder keinen Zusatzaufwand und kein aktives Zutun in Form von Freischaltprozeduren.

 

eInk

Eine spezielle Displaytechnik die ohne Hintergrundbeleuchtung der Bildfläche (im Gegensatz zu LCDs, TFTs) auskommt. Dadurch ist das Lesen für die Augen fast ermüdungsfrei und das Display weist fast die selben Leseeigenschaften wie herkömmliches Papier auf. Der Bildaubau geschieht nur einmal je Ansicht, das Bild bleibt dann ohne weitere Stromaufnahme statisch. Ermöglicht wird dies durch kleine schwarz/weiss-Kügelchen, die elektromagnetisch nach oben oder unten ausgerichtet werden. Dies ermöglicht auch Betriebszeiten der eInk-Geräte von mehreren Wochen oder Monaten. Der grösste Nachteil ist der langsame Bildaufbau (ca. 1 Sekunde), der Animationen praktisch unmöglich macht. eInk ist durch die geringen Stückzahlen der eBook Reader derzeit noch deutlich teurer zu produzieren als gewönhliche Bildschirmmodule. Wichtigste Hersteller sind die eInk Corporation (USA), Primeview (Taiwan) und SiPix (USA/Taiwan).

 

Ghosting

Gelegentlich bleiben auf den Displays von eInk-Geräten verbleichte Versionen des zuvor angezeigten Bildes übrig, besonders wenn dieses Bild über Tage oder Wochen ununterbrochen angezeigt wurde (da eReader für das Anzeigen ja nicht aktiv Strom verbrauchen, ist das durchaus möglich). Dies erinnert an ein "Geisterbild" und wird daher als Ghosting bezeichnet. Sobald der eReader wieder benutzt wird und ein neues Bild geladen wird, sollte dieses Phänomen verschwinden. Einige eReader bieten gegen das Ghosting auch eine Funktion zum Re-Initialisieren des Bildschirms.

 

Kindle

Der Kindle war der erste eBook Reader, der es in die Popularität geschafft hat. Online-Buchhändler Amazon brachte die erste Version 2007 in den USA heraus, wo er bis Oktober 2009 ausschliesslich erhältlich war. Inzwischen gibt es mit dem Kindle 2 und dem Kindle DX (mit DinA4-Screen) bereits zwei Nachfolger und der Kindle wurde zum Verkaufsschlager. Er steht in den USA quasi als Synonym für elektronische Lesegeräte. Der Kindle verwendet ein eigenes eBook Format (AZW) welches nur auf dem Kindle lauffähig ist. Amazon's Lizenzpolitik verbietet es ausserdem anderen Herstellern von eReadern, Amazon-Dateiformate in Verbindung mit einigen anderen Formaten gemeinsam zu verwenden. Der Kindle war der erste eReader, der seine Inhalte per Mobilfunkverbindung beziehen kann.

 

OLED

Ist eine neue und Ende 2009 im experimentellen Stadium befindliche Displaytechnik, die zukünftig auch in eReadern zum Einsatz und diese deutlich verbessern könnte. OLED bedeutet "Organische Leuchtdiode", das Leuchtmaterial basiert auf organischen Materialien. OLEDs können auf biegsamen Trägermaterialien aufgebracht werden, was biegsame Displays ermöglicht. Zudem sind OLED-Displays im Gegensatz zu eInk farbig sowie animationsfähig und lassen sich mit geringeren Kosten herstellen als die teuren eInk-Displays. Weitere Informationen für Technikinteressierte auf dem OLED-Eintrag bei Wikipedia.

 

PVI

PVI (Prime View Internatiopnal) ist ein koreanischer Hersteller von eInk Displays. Im Juni 2009 gab PVI die Übernahme der US-amerikanischen eInk Corporation bekannt und wurde damit zum größten Hersteller von eInk-Displays weltweit. Displays von PVI sind beispielsweise in Amazon's Kindle und dem Sony Reader verbaut.

 

Text-to-Speech
Einige eReader bieten die Funktion sich Texte auch vorlesen zu lassen. Das ist besonders für Menschen mit Seheinschränkungen nützlich oder wenn Sie sich hauptsächlich auf eine andere Tätigkeit konzentrieren müssen (z.B. Autofahren).
Populär wurde Text-to-Speech mit dem Amazon Kindle, weitere eReader wie der iRiver Story sind inzwischen ebenfalls mit dieser Funktion ausgestattet.


Aktualisiert ( Sonntag, 08. August 2010 um 17:52 Uhr )
 


Copyright © 2010 ebook reader. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt ebook-reader.de steht zum Verkauf Besucherstatistiken von ebook-reader.de etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse