|
Ab dem 7. Januar ist es wieder soweit, dann wird in Las Vegas die weltgrößte Messe für Consumer Electronics Ihre Pforten öffnen. Zehntausende Besucher strömen durch die Halle um sich einen Überblick über die Neuvorstellungen und Trends der Zukunft zu machen. Viele kommen dann auch an einem interessanten neuen Projekt einer kleinen Firma namens NotionInk vorbei: dem ersten Tablet in dem eines der lang ersehnten Pixql QI Displays seinen Dienst verrichtet.
Pixel Qi - was ist das denn? Pixel Qi fertigt die ersten Displays mit Hybrid-Technologie, die sowohl die Vorteile von eInk-Bildschirmen (geringer Stromverbrauch, sehr gut lesbares Display) als auch von normalen TFT-Displays (Farbwiedergabe und Bewegtbilder) vereinen sollen. Lange schon sind diese Hybriden angekündigt und sehnlichst erwartet, jetzt endlich wird das erste fertige Tablet vorgestellt und vielleicht damit die Zukunft im elektronischen Lesen weiter vorangetrieben.
Bei aller Schwärmerei über das Pixel Qi-Display, auch die restlichen Daten des Tablets lassen aufhorchen. Ein Blick auf das Bild zeigt schon, dass NotionInk sich beim Design nicht lumpen lässt und das Tablet ein echter Hingucker wird. Eine fingerabdruck- und kratzresistente Display-Beschichtung sollen das Gerät auch bei intensiver Benutzung in ansehnlichem Zustand halten.
Die Technik Das Tablet bringt in seinen 800g Lebendgewicht ein 10.1 Zoll großes Touch-Display und einen stromsparenden nVidia Tegra-Chipsatz unter. Wie bei nVidia üblich sind diese Chipsätze vor allem für die Bewegtbild- Wiedergabe tauglich. Assisted-GPS und eine Mobilfunkverbindung machen das NotionInk-Tablet fit für unterwegs und die Nutzung von Location Based Services. WLAN und Bluetooth ergänzen die drahtlose Connectivity. Per Trackpad und virtuellem Keyboard bedient der Nutzer das Tablet und kann zudem auf die integrierte 3 Megapixel-Kamera, 16 oder 32 GB Flash-Speicher und externe Anschlüsse wie USB, HDMI, SD-Card zugreifen. Lautsprecher und Mikro sind eingebaut oder können ebenfalls extern angeschlossen werden. Wie lange der Akku des Tablets hält ist noch die große Frage, die uns unter den Fingernägeln brennt. Ab >10 Stunden pro Ladung wird das Ganze interessant und alltagstauglich! Pixel Qi selbst wirbt oft mit Laufzeiten von 40 Stunden, die (wohl recht theoretisch) beim Einbau der eigenen Displays erreicht werden können.
Geheimnisvolle Sensoren NotionInk nennt noch einige Sensoren, die im Tablet verbaut sein werden. Neben dem Beschleunigungssensor (bekannt zum Beispiel aus dem iPhone) sind Sensoren für Ambient Light, Proximity (Annäherung) und sogar ein "Water Sensor" versprochen. Letzteren haben auch viele meiner Elektrogeräte, er funktioniert aber meist nur ein einziges mal :) Was es mit all dem genau auf sich hat erfahren wir wohl erst zur CES.
Neuartige Benutzerführung angedacht Noch ein bisschen mehr Informationen über die kleine Firma gibt es im NotionInk-Blog. Neben einem weiteren Apple-Tablet-Glaubensbekenntnis lesen wir hier, dass die Jungs auch in Sachen Benutzerführung und Usability sehr innovative Wege gehen wollen und Google's Betriebssystem Android nur eine Art "Zwischenstation" auf dem Weg dorthin ist.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland sind leider noch völlig unbekannt. Unter 400 US$ könnte das NotionInk-Tablet mit seinem First-Mover-Advantage aber in den USA schonmal einen respektablen Marktanteil erreichen.
(Martin Schnell via Engadget, Slashgear)
Update: Das Notion Ink Tablet wird unter dem Namen "Adam" (eine nette Anspielung auf die Vorreiterrolle des Tablets ;) im Juni 2010 auf den US-Markt kommen.

|