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Kindle 3 für Ende August angekündigt E-Mail

So sieht der Amazon Kindle 3 ausWährend die Consumer Electronics-Branche im aktuellen Hype um Tablet PCs schwelgt, die im Handumdrehen für viele Konsumenten zum absoluten Must-Have geworden sind, gerieten dabei reine eBook Reader fast in Vergessenheit. Denn die einfachen Lesegeräte erschienen schlicht nicht mehr zeitgemäß gegenüber den digitalen Alleskönnern von Apple und Co. Im Hause Amazon sieht man aber das Ende der eReader offensichtlich noch lange nicht heraufdämmern und so

gibt der Pionier auf dem eBook-Markt Ende August 2010 den Startschuss für die dritte Generation seines erfolgreichen Lesegeräts Kindle.

Grund zum Schwarzsehen hat Amazon auch gar nicht, denn bei dem Internet-Buchhändler gehen mittlerweile mehr digitale Bücher als Printausgaben über den virtuellen Ladentisch. Nun kann Amazon beim Kindle 3 sogar auf eine Preis-Offensive setzen und das neue Modell - je nach Ausstattung - zu Preisen um die 150 US-Dollar anbieten (beim Import nach D kommt man inkl. aller Gebühren in etwas auf denselben Euro-Betrag). In der Vergangenheit haben bereits Druckerhersteller, Kaffeeanbieter und Mobilfunkunternehmen erfolgreich demonstriert, wie lukrativ die Abgabe von Hardware zu Discount-Preisen sein kann, wenn man gleichzeitig exklusiv den Verkauf der passenden Inhalte an sich bindet.

Aber der neue eBook Reader soll nicht nur preislich überzeugen und bekam daher auch ein umfangreiches "technisches Lifting" mit auf den Weg. Vor allem das E-Ink Display des Kindle 3 setzt dabei neue Maßstäbe und erhöht mit schnellerem Seitenaufbau sowie stärkerem Kontrast den Lesekomfort deutlich. Kleinere Außenmaße und ein reduziertes Gewicht machen den eReader handlicher und die leicht modifizierten Bedienelemente erlauben einen flüssigeren Umgang mit dem Gerät. Der Kindle 3 kommt jetzt außerdem in einem schicken, graphit-farbenen Gehäuse daher. Das optionale WLAN gewährt den Zugriff auf den hauseigenen eBook Store und öffnet auch die Tür zu Amazons geplantem App Store, der in Kürze seine Premiere feiert.

Deutscher Lesestoff wird aber auch in naher Zukunft leider nur spärlich auf dem 6 Zoll-Display des neuen eBook Readers zu finden sein, da sich die hiesige Buchbranche noch immer nicht mit der Vebreitung von eBooks und den dazugehörigen Lesegeräten anfreunden mag. Weitere Hemmnisse sind die vielen verschiedenen Formate und undurchsichtige DRM-(Kopierschutz-)Mechanismen. Vielleicht und hoffentlich bringt uns ja der Kindle 3 und Amazons Marktmacht dahinter wieder ein Stück weit dem digitalen Lesen näher.

 
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